Fischer lässt Fröhlich den Vortritt

Dominik Fischer (rechts), ein Spieler mit großer sozialer Kompetenz, Empathie und Teamgeist.

Spieler des Tages oder Fair-Play-Preis? Dominik Fischer, Kapitän des Verbandsligisten könnte man jedenfalls mit Ehrungen überhäufen.

Letztes Spiel des Jahres, der JSK spielt zu Hause gegen Mitaufsteiger VfB Ginsheim 2 und führt 15 Minuten vor Spielende mit 4:0. Trainer Andreas Humbert hat bereits einmal gewechselt, Diego da Silva für Clemens Freitag. Die übrigen Reservisten laufen sich noch warm. Als nächstes ruft Humbert Dominik Fischer zu sich, will den Offensivspieler nach längerer Verletzungspause das erste Mal wieder auf das Feld schicken. Fischer fragt: „Wie willst du das heute mit Jan regeln?“ Gemeint ist Stürmer Jan Fröhlich. Der steht gegen Ginsheim zum vorerst letzten Mal im JSK-Kader. Nun zieht er ins spanische Valencia, wo seine Freundin im Rahmen ihres Studiums ein Auslandssemester verbringt. Um dem jungen Stürmer noch ein paar Abschiedsminuten zu gönnen, verzichtete Fischer daher auf einen Einsatz. „Das ist großer Sport und zeugt von sehr großer sozialer Kompetenz, Empathie und Teamgeist“, meint Humbert.

Zudem gibt es im Kader im Winter eine weitere Veränderung. Defensiv-Dauerbrenner Marijo Dejanovic verlässt den JSK. Dejanovic macht sich beruflich selbstständig und setzt dann natürlich andere Prioritäten. „Ein herber Verlust, nicht nur sportlich. Aber es ist auch eine Chance für andere Spieler, mehr zu spielen“, sagt Humbert, der sein Traineramt nun an Maik Rudolf übergibt.

(piste)