Humbert nimmt sich eine Auszeit

Andreas Humbert (rechts) gönnt sich eine wohl verdiente Pause. Links JSK-Offensivspieler Dominik Fischer.

Paukenschlag beim Verbandsligisten JSK Rodgau: Nach siebeneinhalb-jähriger Tätigkeit legt Trainer Andreas Humbert (53) nach dem letzten Spiel des Jahres am Sonntag gegen den VfB Ginsheim 2 sein Amt nieder. An der Suche nach seinem Nachfolger war Humbert noch beteiligt: Maik Rudolf (38), bis Ende September diesen Jahres Trainer beim Ligarivalen SG Bornheim/GW, übernimmt den JSK, noch in dieser Woche sollen alle Formalitäten erledigt werden.

„Ich habe fast 40 Jahre lang als Trainer gewirkt. Die vergangenen Jahre waren sehr intensiv und auch belastend. Ich bin aktuell müde und benötige dringend Regeneration. Für den einen oder anderen mag der Zeitpunkt unglücklich erscheinen, ich bin aber davon überzeugt, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe“, sagt Humbert, der sehr viel Zeit in die Spielvorbereitung und -analyse (Spielbeobachtungen, Videoanalyse) investierte. Dieter Kley, Alleserlediger beim JSK, meinte: „Wir haben das alles im Vorfeld besprochen, das ist sauber und korrekt abgelaufen. Dass er uns weiter hilft und in die Trainersuche involviert war, zeigt, dass er doch sehr am Projekt JSK hängt.“

Humbert führte die zweite Mannschaft der TGM SV Jügesheim 2013 in die Kreisoberliga und übernahm 2014 nach dem freiwilligen Abstieg aus der Hessenliga die erste Mannschaft. Nach drei dritten Plätzen führte er die Rodgauer 2019 über die Aufstiegsrunde in die Verbandsliga Süd zurück. Hier nimmt der JSK aktuell mit 24 Punkten den zehnten Platz ein.

Und wie geht es weiter? „Ich fahre in den Urlaub, bleibe dem JSK im Hintergrund erhalten.  Genaue Pläne habe ich noch nicht. Ganz ohne Fußball kann und will ich nicht sein, aber eben deutlich flexibler und stärker auf meine eigenen Bedürfnisse fokussiert. Vielleicht mache ich so eine Art ‚Coach the Coach‘. Junge Trainer von meinen Erfahrungen profitieren lassen, könnte mir sicher Spaß machen. Aber große Gedanken habe ich mir noch keine gemacht“, erklärt Humbert, der auf seinen Nachfolger große Stücke hält: „Maik ist ein Fußballfachmann mit ganz hoher sozialer Kompetenz, der meine Arbeit sicher etwas anders, aber dennoch in meinem Sinne fortführen wird.“