Rudolf hat Bock auf den JSK

Verbandsligist JSK Rodgau jubelt ab sofort unter neuer sportlicher Leitung. Maik Rudolf hat die Nachfolge von Andreas Humbert angetreten.

„Ich freue mich auf die Arbeit mit den Jungs. Wir wollen Spaß haben und sind hoffentlich erfolgreich“, sagt Maik Rudolf, neuer Trainer beim Verbandsligisten JSK Rodgau. Erfolgreich, das wäre für Rudolf, der am zweiten Weihnachtsfeiertag seinen 39. Geburtstag feierte, der Klassenerhalt mit dem Aufsteiger, der nach der ersten Saisonhälfte den zehnten Tabellenplatz einnimmt – punktgleich mit der SG Unter-Abtsteinbach und Rudolfs Ex-Verein SG Bornheim/Grün-Weiß.

Das Fußballspielen erlernte Rudolf bei der TSG Nieder-Erlenbach. Später spielte er für den KSV Klein-Karben und Rot-Weiss Frankfurt in der Hessenliga, ehe ihn ein Knorpelschaden bereits mit 27 Jahren zum Karriereende zwang. Rudolf heuerte als Trainer bei Concordia Eschersheim an, wechselte später zur SG Bornheim/Grün-Weiß. Hier zog er nach sieben Jahren im September völlig überraschend die Notbremse, nachdem er Abnutzungserscheinungen wahrgenommen hatte und der Meinung war, ein neuer Trainer könne 20 bis 30 Prozent mehr aus der Mannschaft herausholen.

Rudolf widmete sich mehr seiner Familie, ehe im Spätherbst JSK-Trainer Andreas Humbert anklopfte, auf der Suche nach einem Nachfolger für sich selbst beim Rodgauer Verbandsligisten. „Ich kannte die Mannschaft aus der gemeinsamen Verbandsliga-Zeit und Testspielen“, war das Interesse Rudolfs sofort geweckt. „Die Philosophie in Jügesheim stimmt, der Verein ist sehr gut aufgestellt und das Jahr 2019 sehr erfolgreich verlaufen“, meint Rudolf, „die Mannschaft ist jung und weiter entwicklungsfähig. Und ich bin hier sehr gut aufgenommen worden.“ Auch von der Mannschaft ist der 39-Jährige überzeugt: „Sie ist sehr athletisch, schnell im Umschaltspiel und insgesamt eine sehr gut funktionierende Truppe, in der der Teamgedanke groß geschrieben wird. Und die Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln zu wollen, ist groß. Ich habe da richtig Bock darauf“, sagt Rudolf, der den JSK in dieser Saison bereits mehrfach spielen sah, zuletzt beim 4:1-Sieg am letzten Spieltag des Jahres gegen den VfB Ginsheim 2.

Verzichten muss der neue Trainer in der zweiten Saisonhälfte allerdings auf Defensivspieler Marijo Dejanovic, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. „Er hat sich selbstständig gemacht, da geht der Beruf natürlich vor“, bedauert Rudolf. Auch Angreifer Till Fakic fällt aus Verletzungsgründen vorerst aus, wenn der JSK am Dienstag, 14. Januar, wieder mit dem Training beginnt. „Der Kader ist aber dennoch gut aufgestellt“, sieht der neue Trainer in personeller Hinsicht keinen Handlungsbedarf. Denn sein Vorgänger Humbert – der den neuen Trainer vorerst im Hintergrund unterstützen wird – hat im Sommer gute Vorarbeit geleistet und alle Positionen doppelt besetzt. Kein Wunder, dass Rudolf mit großer Freunde an die neue Aufgabe herangeht.