Und wieder ein 0:1

Mit dem 0:1 (0:0) im Derby bei Viktoria Urberach kassierte der JSK Rodgau in der Verbandsliga Süd die vierte Niederlage hintereinander – zum vierten Mal mit einem Tor Unterschied. „Dreimal 0:1, einmal 3:4, das ist echt bitter“, bedauerte JSK-Trainer Andreas Humbert. Noch ist der Aufsteiger nicht auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, am Sonntag (14.30 Uhr) geht es auf eigenem Platz gegen die punktgleichen Sportfreunde aus Frankfurt.

Auf schwer bespielbarem, tiefen Platz in Urberach war guter Fußball kaum möglich. Jügesheim fand gegen die robuste Urberacher Defensive kaum ein Durchkommen. In der ausgeglichenen ersten Hälfte, in der Urberach ein wenig mehr Zug erkennen ließ, waren Torchancen daher die absolute Ausnahme. Zu Beginn der zweiten Hälfte ließen die Rodgauer zwei gute Chancen ungenutzt, nach einer Ecke stocherte Philipp Hochstein den Ball zum Tor des Tages über die Jügesheimer Torlinie (73.). Die Schlussphase beurteilten beide Trainer gleich: Obwohl Humbert drei frische Offensivkräfte auf den Platz schickte, fehlte den Gästen die Durchschlagskraft. „Wir waren am Drücker, aber das reichte nicht, um den Schaden zu reparieren. Ohne Torchancen hat man auch keine Chance auf einen Sieg“, sagte Humbert. Sein Gegenüber Jens Wöll meinte: „Jügesheim versuchte es mit langen Bällen, aber wir haben gut verteidigt und hätten zum Schluss sogar noch nachlegen können.“

„Wir sind sehr ekelig zu spielen, lassen uns nicht abschießen“, stellte Humbert fest. Dagegen kassierte fast jeder Konkurrent in der Liga schon die eine oder andere deftige Klatsche. Mit 24 Gegentoren stellt Jügesheim trotz Tabellenplatz zwölf noch immer die viertbeste Abwehr der Liga. Auch 29 erzielte Tore sind eine ordentliche Ausbeute. Aber wir haben unsere Tore auf zu wenige Spiele verteilt“, moniert Humbert. Jeweils vier in Bornheim, Wald-Michelbach und bei der TS Ober-Roden sowie fünf beim SV der Bosnier – da sind 17 Treffer schon weg. Gegen die „Speuzer“ am Sonntag hofft Humbert auf Till Fakic und Clemens Freitag, die nach ihren Verletzungspausen in Urberach nur 15 Minuten spielten. Auch Fabian Büttner könnte erstmals in dieser Saison eine Alternative sein.

JSK Rodgau: Czaronek - Hitzel, Cölsch, Köhler, Akkert (82. Hulaj), Dejanovic, Ballesteros, Profumo, Neteoui-Flores (74. Fakic), Enders, Konstantinidis (74. Freitag)

(piste)