SGN fehlt Wille und Aggressivität

Die SG Nieder-Roden unterlag in der Gruppenliga Frankfurt Ost beim abstiegsgefährdeten Türk Gücü Hanau mit 2:4 (0:1), kassierte damit die zweite Niederlage hintereinander und holte aus den vergangenen drei Partien nur einen Zähler.

Auf schwerem Geläuf kam die SGN nur ganz schwer ins Spiel. Türk Gücü, normalerweise eine spielerische Truppe, "hat uns mit der körperbetonten Spielweise überrascht. Just als wir uns besser auf die Umstände eingestellt hatten, musste unter Torwart Marco Piesker verletzungsbedingt das Feld räumen", meinte Nieder-Rodens Abteilungssprecher Matthias Dries. Der eingewechselte Lars Schmidt musste gleich nach einem Standard, den die SGN schlecht verteidigt hatte, hinter sich greifen (21.). Mit dem ersten gelungenen Spielzug erzielte Pascal Schwäbe kurz vor der Halbzeit den vermeintlichen Ausgleich, der Mann in Schwarz war aber der einzige Anwesende, der eine Abseitsposition gesehen hatte.  

Direkt nach der Pause erhöhte die Heimelf auf 2:0, wofür wiederum individuelle Fehler verantwortlich waren (51.). Auch der Anschluss durch einen verwandelten Elfmeter von Nebojscha Nikolov (61.) brachte keine Besserung, so dass nach zwei weiteren Hanauer Treffern die Partie verloren war (75., 86.). Mit dem Schlusspfiff traf Nebojscha Nikolov nochmals zum 2:4-Endstand aus Sicht der Sportgemeinschaft.

"Mir hat über die komplette Begegnung hinweg die Aggressivität in unserem Spiel gefehlt, der unbedingte Wille, Zweikämpfe zu gewinnen und dazu auch den Körper entsprechend einzusetzen. Da sollte schleunigst ein Umdenken stattfinden, wir können in der Gruppenliga nicht alles spielerisch lösen. Jetzt sind noch vier Partien, davon drei Heimspiele, vor der Winterpause auszutragen, da müssen noch ein paar Punkte her, die bekanntlich nicht durch Schönspielerei erreicht werden“, meinte Matthias Dries. Am Sonntag kommt mit dem VfB Oberndorf en anderes Kaliber, die Jungs aus dem Spessart belegen aktuell den zweiten Tabellenplatz.

SG Nieder-Roden: Piesker (20. Schmidt) - Wähner (72. Scharnagl), Tatar, Y. Sinan, Ring, Demirtas, Roth, Friedrichs, Wagner, Schwäbe (60. G. Sinan), Nikolov