SGN spielt ein sensationelles Jahr

Entspannt: Nach einem überzeugenden Spieljahr 2018 gehen Trainer Roland Gerhardt und die SG Nieder-Roden als Tabellenachter in die Winterpause der Gruppenliga Frankfurt Ost.

Mit 33 Punkten und Platz acht absolvierte die SG Nieder-Roden in der Gruppenliga Frankfurt Ost eine herausragende erste Saisonhälfte, ist auf dem besten Weg, den vorzeitigen Klassenerhalt einzufahren. Rodgau-Fussball sprach mit Trainer Roland Gerhardt.

Herr Gerhardt, wie beurteilen Sie die erste Saisonhälfte?

Mit Blick auf den Kader haben die Jungs ein sensationelles Jahr gespielt. Da gehören nicht nur die Spiele in der Gruppenliga dazu, sondern auch die zweite Saisonhälfte in der Kreisoberliga und die Aufstiegsspiele. Was da passiert ist, ist überragend. Zwischenzeitlich sind wir in der Gruppenliga auf dem Zahnfleisch gegangen, haben die Intensität runtergefahren. Da war zu merken, dass uns durch die Aufstiegsspiele zwei Wochen Pause im Sommer gefehlt haben. Aber die Mannschaft hat sich da selbst wieder herausgezogen. Wir haben in den bisherigen vier Rückrundenpartien fünf Punkte geholt, damit ist alles okay. Und die jungen Leute haben sich sehr gut weiterentwickelt.

Personell hat sich im Sommer bei der SGN nur wenig getan. Wie sind Sie mit ihren Neuzugängen zufrieden?

Janis Wagner ist ein sehr guter Spieler, er hat sich super integriert, kennt aber auch viele der Jungs aus seiner Jugendzeit bei der SGN. Mit ihm und Endrin Gashi haben wir etwas für unsere linke Seite getan. Auch Vincent Roth hat sich sehr gut gemacht. Mit Florian Jäger haben wir bereits im Winter einen Spieler dazubekommen, der auch führen kann, er bringt viel Erfahrung mit. Und auch Pascal Schwäbe kam bereits im Winter und hat sehr gut in den Kader gepasst. Zum Schluss ist jetzt in der Gruppenliga in Erik Ternay ein Spieler dazugekommen, der lange verletzt war, und der in Steinheim gut gespielt hat. Auch Fabio Spataro und Charly Wähner haben sich sehr gut entwickelt. Es passt einfach alles. Wir haben eine sehr junge Mannschaft, einzig Mirnes Mesic bringt den Altersdurchschnitt durcheinander (lacht). Aber er hat wieder die meisten Tore geschossen.

Haben Sie schon mit ihm über eine weitere Zusammenarbeit gesprochen?

Wenn Mirnes weiter macht, macht er weiter. Wenn er aufhört, hört er auf. Das entscheidet alleine er.

Sollte er seine Karriere beenden, müsste sich die SGN nach einem Ersatz umschauen…

Jemand mit Erfahrung, ja. Es müsste dann schon ein fertiger Stürmer sein, denn wir mit Blick auf die neue Saison suchen müssten. Denn die Liga wird in der kommenden Saison sehr stark, wenn Germania Dörnigheim, die Sportfreunde Seligenstadt oder selbst die TSG Mainflingen als Aufsteiger dazukommen. Das sind ganz andere Kaliber als derzeit Wenings oder Niederrodenbach.

Wie beurteilen Sie die Gruppenliga insgesamt?

Fußballerisch ist das etwas ganz anderes, da mussten wir uns umstellen. In der Kreisoberliga ging vieles über die Fitness und individuelle Klasse. In der Gruppenliga musst du als Mannschaft auftreten. Zwei, drei Ausfälle kannst du dir nicht leisten, dann gibt es auf den Hut. Alle unsere Spiele waren sehr knapp, selbst das 5:1 gegen Steinheim oder das 4:0 in Niederrodenbach. Beim Hinrundenspiel am ersten Spieltag in Jügesheim haben wir trotz des knappen Ergebnisses kein Land gesehen. Im Rückrundenspiel haben wir ein Remis erreicht. Wir haben uns gut weiterentwickelt und schnell in der Gruppenliga eingelebt. Das geht mit so vielen jungen Spielern, die die nötige Qualität haben, auch schneller und einfacher als mit Spielern, die nach ein paar Jahren KOL noch einmal in der Gruppenliga spielen. Wir haben zehn Begegnungen gewonnen, dreimal unentschieden gespielt, besser geht es nicht.

Das reicht aber noch nicht zum Klassenerhalt…

Unser Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt 14 Punkte. In dieser Saison sollten bei voraussichtlich fünf Absteigern, aus der Verbandsliga dürfte nur Altwiedermus in unsere Gruppe absteigen, 40 Punkte zum Klassenerhalt genügen.

Gibt es im Winter Veränderungen im Kader?

Der Kader bleibt komplett zusammen. Allerdings fällt voraussichtlich für den Rest der Saison Sascha Berger aus, der im Februar am Knie operiert wird. Zugänge sind keine geplant.

Wann geht es mit dem Training weiter?

Am Sonntag, 20. Januar, steigen wir Vormittags in die Vorbereitung ein.

Und was haben Sie sich für 2019 mit der SGN vorgenommen?

So viele Spiele wie möglich zu gewinnen und so früh wie möglich den Klassenerhalt unter Dach und Fach zu bringen, um dann ruhig die Saison zu Ende spielen zu können.