TSV meistert Pflichtaufgabe mit Bravour

Der TSV Dudenhofen sicherte sich mit dem 4:1 (1:0)-Sieg im Kellerduell bei Schlusslicht SG Heusenstamm-Zrinski drei wichtige Punkte und weist nun wieder drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz auf. Angesichts dreier Aluminiumtreffer hätte der TSV auch höher gewinnen können. „Wir haben diese Pflichtaufgabe mit Bravour gemeistert“, lobte TSV-Trainer Jürgen Rödler.

Für den TSV gab es von Beginn an keine andere Option „wir mussten das Spiel gewinnen. Und das haben wir auch von Beginn an gezeigt“, meinte Rödler. Die Gastgeber erhielten bereits nach sieben Minuten einen Foulelfmeter zugesprochen, den TSV-Schlussmann Dominik Häfner aber abwehrte. Später entschuldigte sich der Schiedsrichter bei den Rodgauern für den Elfmeter, er habe sich von vielen Linien auf dem Kunstrasen irritieren lassen, das Foul wäre außerhalb des Strafraums gewesen. Auf der anderen Seite zimmerte Lucas Rau, der erstmals von Beginn an spielte, einen Ball aus 25 Metern an den Innenpfosten. In der zwölften Minute erhielten die Dudenhöfer einen Freistoß zugesprochen, den Rau nach innen brachte und Sebastian Fischer per Kopf zum 1:0 für den TSV verwertete. Heusenstamm offenbarte vor allem auf den Außenbahnen Schwächen, so dass Dudenhofen immer wieder zu Chancen kam, durch Simon Heinrich aber nur die Latte des SG-Tores traf. „Den einzigen Vorwurf, den wir uns machen müssen, ist, dass wir nicht früher das 2:0 erzielt haben“, sagte Rödler. Pech hatte allerdings Innenverteidiger Martin Hoppe, der noch in der ersten Hälfte mit einer Oberschenkelverletzung den Platz verlassen musste.

Das 2:0 fiel dann nur fünf Minuten nach dem Seitenwechsel durch Lucas Rau. Machten die Dudenhöfer in der ersten Hälfte viel Druck über Brian Hrbaty auf der rechten Seite, war nun die linke Seite mit Simon Heinrich an der Reihe. Adib El Issami bereitete die Treffer drei und vier durch Heinrich (75., 78.) vor, nachdem zuvor ein Heusenstammer die Ampelkarte gesehen hatte (68.). „Der Gegner mühte sich, aber es war auch zu sehen, warum die SG so weit unten steht“, meinte Rödler. Als in der Schlussphase alle Dudenhöfer nach vorne rannten, gelang den Gastgebern, die sich nach 85 Minuten eine zweite Gelb-Rote Karte eingehandelt hatten, noch der Ehrentreffer zum 1:4-Endstand (90.).

Am Sonntag (14.30 Uhr) erwartet der Turn- und Sportverein Aufsteiger Spvgg. 03 Neu-Isenburg 2. Der Neuling gilt als Wundertüte, besitzt eine junge, spielstarke Mannschaft, der in manchen Situationen noch die Cleverness fehlt. „Ich hoffe, dass wir zumindest nicht verlieren“, sagt Rödler. Noch lieber wäre es dem TSV-Trainer, wenn seine Mannschaft einmal eine kleine Erfolgsserie startet.

TSV Dudenhofen: Häfner - Klein, Fischer, Borchardt, Hoppe, Rau, N. Hrbaty, Heinrich, Bepple, El Issami, Kusnezow (Spindler, Sommer, Karabay)

(piste)