TSV mit Moral und Glück

Wichtig waren am Ende alleine die drei Punkte. Mit einem 3:2 (1:2)-Erfolg gegen Germania Bieber sicherte sich der TSV Dudenhofen in der Kreisoberliga Offenbach im Kampf um den Klassenerhalt gegen einen weiteren direkten Konkurrenten drei Zähler. Die Partie kostete allerdings Spieler und Trainer einige Nerven. „Von der Moral her war das super, aber wir hatten auch Glück, dass bei Bieber nichts mehr reinging“, meinte TSV-Trainer Jürgen Rödler erleichtert.

Gleich in der ersten Minute vergaben die Hausherren eine Großchance, Simon Heinrich bediente Kevin Bärmann, doch der scheiterte aus zwei Metern am Bieberer Torwart. „Wir hatten in den ersten zehn Minuten noch zwei weitere Großchancen“, sagte Rödler. In der 17. Minute kamen die Bieberer erstmals vor das TSV-Tor – und erzielten durch Osmanagic das 0:1. Der TSV verhinderte eine Flanke nicht, der Winterzugang vom VfB Offenbach staubte aus kurzer Distanz ab. „Danach waren wir total gelähmt“, sagte Rödler und holte den völlig indisponierten Bärmann vom Platz. Zuvor wehrte der TSV einen Eckball schlecht ab und Bieber erhöhte mit einem 16-Meter-Schuss auf 2:0. Immerhin donnerte Adib El Issami noch vor der Pause einen Freistoß aus 30 Metern zum 1:2 in den Germania-Kasten (39.).

Dudenhofen kam nach deutlichen Worten motiviert und angriffslustig aus der Kabine. „Gut, dass wir nach nur zehn Minuten das 2:2 erzielt haben“, sagte Rödler. Tobias Jonas lauerte nach einem Eckball erfolgreich am zweiten Pfosten und vollendete. „Man hat gesehen, dass sich die Mannschaft nie aufgibt“, lobte Rödler. Der TSV hatte nun eine gute Phase, der eingewechselte Yassine El Issami bediente Heinrich, der legte quer auf Adib El Issami, der zum 3:2 erfolgreich war (79.). Nun aber machte sich beim TSV Angst breit, ähnlich wie in der Vorwoche in Offenthal eine Führung zu verspielen. „Wir haben ein bisschen zu tief gestanden“, gab Rödler zu. Bieber drängte, traf insgesamt viermal aus dem Spiel heraus Pfosten oder Latte, zudem schoss Keven Mothes einen Strafstoß kurz vor Spielende an den Pfosten. Doch dieses Mal rettete Dudenhofen die Führung über die Zeit. „Der Sieg war sehr wichtig. Der Druck war schon sehr groß. Aber wir haben aus den drei Partien gegen direkte Konkurrenten sieben Punkte geholt“, zeigte sich Jürgen Rödler zufrieden.

Weiter geht es für die Dudenhöfer bereits am Donnerstag (20 Uhr) mit der Partie gegen die Spvgg. Seligenstadt, einen weiteren direkten Konkurrenten, der zuletzt mit einem 1:1 gegen die TSG Mainflingen überraschte. „Die gehören wie wir auch nicht da hinten hin“, sagt Rödler mit Blick auf die Tabelle, „Seligenstadt kann an einem guten Tag jeden Gegner in dieser Klasse schlagen, der Ausgang ist vollkommen offen.“ Dennoch hofft der TSV natürlich auf einen weiteren Dreier.

TSV Dudenhofen: Häfner - Wischer, Klein, Jonas, Borchardt, B. Hrbaty, Heinrich, A. El Issami, Bärmann, Bepple, Hoppe (Sommer, Mohklis, Y. El Issami)