Der Kader ist in der Breite zu dünn

Seit rund einem Jahr trainiert Mathiyas Dursun den A-Ligisten SG Hainhausen. Zeit, um ein wenig Bilanz zu ziehen. Der ehemalige Torjäger der SG Nieder-Roden stellte sich den Fragen der Rodgau-Fussball-Redaktion.

Herr Dursun, wann machen Sie eigentlich Ihren Jagdschein?

Ich muss mal die Conny (Anm. der Redaktion: gemeint ist Conny Sichert-Tomadini, Abteilungsleitung Fußballfragen, ob der Verein den Jagdschein bezahlt, dann kann ich die Wildschweine vom Sportplatz jagen und alle haben etwas davon ...

Sind Sie mit dem sportlichen Erfolg zufrieden?

Ich sag es mal so, mit den finanziellen Mitteln und dem Umfeld, mit denen und dem wir arbeiten müssen, bin ich zufrieden. Da geht nicht viel mehr. Aber mit dem Potenzial, das in der Mannschaft steckt, geht eigentlich viel mehr. Allerdings ist unser Kader in der Breite zu dünn und da können wir leider keine fünf verletzten Spieler ersetzen. Wenn dann teilweise vier Spielern aus der zweiten Mannschaft in der Startelf stehen, wird es schwer. Ich bin für die Rückrunde aber ganz zuversichtlich, dass wir uns von der Tabellenposition her verbessern.

Was hat sich insgesamt im vergangenen Jahr verbessert?

Die Kommunikation zwischen der Abteilungsleitung und den Trainern. Nicht, dass sie schlecht war, aber es war nicht immer einfach. Das hat sich gebessert und ist auch sehr wichtig.

Gab es schon Gespräche über eine weitere Zusammenarbeit über die Saison hinaus?

Bisher leider noch nicht. Dies hat wohl damit zu tun, dass die Zukunft des ganzen Vereins noch nicht geklärt ist, wenn man den Gerüchten (Anm. der Redaktion: über einen möglichen Zusammenschluss mit der TG Weiskirchen) glauben kann. Gespräche müssen aber definitiv in den nächsten zwei, drei Woche stattfinden. Ich muss ja auch für mich planen.

Welcher Spieler hat den größen Sprung gemacht?

Zum einen Abeil Andom, der jetzt aber leider aufgehört hat. Er sst als 10er gekommen, bis ich gesehen habe, dass er hinten als Innenverteidiger eine Bank ist und die nötige Ruhe hat. Er hat wirklich einen großen Sprung gemacht. Zum anderen Sebastian Langer. Er hat mir immer gesagt, dass er vorne im Sturm besser spielt und gegen Ende der Hinrunde habe ich es dann, nachdem er wirklich auf jeder Position gespielt hat, auch eingesehen und jetzt trifft er nach Belieben.

Was gefällt Ihnen noch nicht so, woran muss man noch arbeiten?

Dass verletzte Spieler die Mannschaft bei den Spielen unterstützen, dass diese Spieler dem Verein beziehungsweise Abteilungsleiterin Conny im Umfeld helfen. Sie macht das mit Bernd, ihrem Mann, komplett alleine. Somit hätten alle was davon. Zum anderen müssen wir schon seit dem vergangenen Jahr bei ganz schlechten Lichtverhältnissen trainieren. Ein Viertel des Platzes sind beleuchtet und dann ist die hintere Hälfte komplett mit Maulwurfhügeln bedeckt, so dass wir maximal auf 20x20 Metern trainieren können. Schön ist was anderes.