(14) Bayern-Dusel macht an der Grenze halt

In Monaco wurden die Gruppen für die Champions League ausgelost. Bayern München konnte sich wieder einmal auf den berühmten Bayern-Dudel verlassen. Und hatte davon noch so viel über, dass sie es über die anderen drei Gruppen mit deutscher Beteiligung verteilten.

Als Gruppenkopf (Topf 1) waren die ganz harten Brocken für die Bayern ohnehin nicht mehr im Topf. Mit Ausnahme des FC Liverpool vielleicht. Die Münchner sollten auch mit einer B-Elf das Achtelfinale erreichen. Borussia Dortmund erwischte mit Atletico Madrid eine hohe Hausnummer, mit Monaco und Brügge ansonsten aber zwei machbare Aufgaben. Andererseits: wer gegen Apoel Nikosia zweimal unentschieden spielt (so wie Dortmund in der vergangenen Saison), für den ist jeder Gegner schwer, sogar wenn er von den Färör-Inseln kommt. Schalke 04 hat sogar Chancen auf den Gruppensieg und sogar die TSG Hoffenheim darf hinter Manchester City auf Platz zwei hoffen. Die vier deutschen Klubs haben gute Chancen, die nächste Runde zu erreichen – hoffentlich sind am Ende der Gruppenphase nicht wieder die Bayern die einzigen Überlebenden. Es wäre nicht das erste Mal. Und nach der WM 2018 muss man ja leider mit allem rechnen.

Nicht dabei ist – mal wieder – Red Bull Salzburg. Zum elften Mal bekamen die Bullen die Flügel gestutzt – dieses Mal von Roter Stern Belgrad. Nach dem 0:0 im Hinspiel in Serbien und einer 2:0-Führung im Rückspiel hatten die Salzburger die Tickets für die Champions League schon gebucht – und kassierten dann binnen 100 Sekunden zwei Gegentore. Aus die Maus, das 2:2 war am Ende zu wenig, wieder einmal ausgeschieden. Statt Königsklasse müssen die Österreicher nun wieder den Atlas hervorkramen und nachschauen, wo sie in der Europa League wieder rumgurken müssen. Bitter. Bis über die Grenze nach Salzburg ist der Bayern-Dusel dann doch noch nicht übergeschwappt.