(15) Eintracht, wir kommen!

Whatsapp-Nachricht am Morgen: „Ich habe noch Karten für das Eintracht-Spiel am Samstag...“ Aha, denke ich mir, was will mir der Autor damit sagen? Wahrscheinlich, dass ich sie über meine diversen Kanäle – wie etwa Rodgau-Fußball – unter das Volk bringen soll. Mache ich aber nicht. „Wieso?“ - Ich würde sie auch selbst nehmen. Schließlich ist meine beste Tochter ein begeisterter Eintracht-Fan. Und jetzt, wo die Adlerträger wieder einen Klasse-Torwart zwischen den Pfosten haben… und das erste Saisonspiel gewonnen haben… und es das erste Heimspiel der neuen Saison ist… kann ja nur gut werden.

Das einzige Problem: Ich müsste die Karten in Klein-Auheim abholen. Ist jetzt nicht so schlimm, da komme ich auf dem Weg zu meiner Tochter ohnehin vorbei. So mehr oder weniger jedenfalls. Anruf in Klein-Auheim. „Die Karten sind noch bei meinem Vater, der müsste sie erst herbringen“, erklärt mir eine junge Dame, „Er wohnt im Vogelsberg, das ist die A45 hoch...“ Ich fange an zu grinsen – was sie natürlich nicht sehen kann, Bild-Telefon habe ich noch nicht. Soso, und wo genau? - „In Schotten.“ Haha, da bin ich mit dem Auto in 25 Minuten und kann die Karten selbst abholen. Kurz darauf meldet sich der Vater telefonisch bei mit: „Treffpunkt Nidda?“ Nun muss ich lachen. Klar, bin in einer Viertelstunde da. Wie praktisch, wenn man in Ortenberg (Wetterau) wohnt. 20 Minuten später treffen wir uns in Nidda (ich musste schließlich noch bei der Bank Halt machen) und ich übernehme die Karten. Schön, wie sich manche Dinge manchmal so ergeben… Eintracht, wir kommen!