(16) Eintracht, wir sind da!

Da waren wir nun. Bei der Eintracht in der Commerzbank-Arena. Erstes Heimspiel in der neuen Saison gegen Werder Bremen. Meine beste Tochter stand mehrfach vor dem Herzinfarkt. Es gab ja auch einige Aufreger. Wir haben die Szenen leider nur einmal ohne Wiederholung gesehen.

Die Rote Karte gegen Frankfurts Jetro Willems in der 32. Minute. Er schlug seinem Gegenspieler ins Gesicht und sah völlig zurecht die Rote Karte. Was für eine Aktion. „Dem würde ich direkt für diese Dummheit für die nächsten drei Monate das Gehalt sperren“, so meine erste Reaktion. Was aber hat ihn dazu bewogen, seinem Gegner eine zu flatschen? Das hatten wir nicht mitbekommen – Gut wir saßen auch auf der gegenüberliegenden Seite. Also habe ich abends Mal im Kicker-Spielbericht nachgelesen. Da stand allerdings nicht mal, warum Willems so reagiert hat. Schwach! Angeblich gab es zuvor ein Gerangel. Auch kein Grund zu Auszuticken, damit hat er seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen.

Dann der Bremer Führungstreffer. Tor. Nein, doch nicht, Abseits. Rücksprache mit dem Videoassistent. Doch ein Tor – 0:1. Was für ein Müll. Okay, es war immerhin kein Videobeweis nötig. Aber das Hin und Her hat mich schon wieder angenervt. Erst jubelten die Bremer Fans, dann pfiffen sie vor Enttäuschung, dass flippten sie vor Freude aus – da wurde wieder unnötig Stimmung reingebracht.

Der Frankfurter Ausgleichstreffer per Foulelfmeter. Klares Foulspiel von Bremens Torwart Jiri Pavlenka an Frankfurts Mijat Gacinovic. Dass sich der Bremer Torhüter dabei so schwer verletzte, war auch der Szene heraus gar nicht ersichtlich. Die Reaktion der herbei geeilten Bremer Spieler schon eher. Wildes Gestikulieren in Richtung Bank, da war schon Schlimmeres zu befürchten. So war es wohl „nur“ eine Gehirnerschütterung. Im kicker-Spielbericht stand übrigens nur, dass der Bremer Torwart verletzt ausgewechselt wurde. Nochmal schwach.

Und dann erzielten die Bremer in der sechsten Minute der siebenminütigen Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer. Der hatte sich abgezeichnet, weil die zehn Frankfurter da unten auf dem Feld stehend K.o. waren. Aber so – das war bitter. Das vorangegangene Foul von Jonathan De Guzman – bei jedem anderen hätte ich auf Kraftlosigkeit getippt, aber De Guzman wurde erst nach 68 Minuten eingewechselt. Das durfte nicht passieren. Das Ergebnis war bitter, der Besuch in der Commerzbank-Arena dennoch ein schöner. Aber am Sonntag gehe ich nach Hainhausen zum Cricket...