Was macht eigentlich...?

„Mit Fußball habe ich nichts mehr am Hut“, sagt Jörg Tetzlaff. Der 55-Jährige, der in Dieburg eine Druckerei betreibt, kickte Anfang des Jahrtausends bei der TG Weiskirchen und hatte hier auch einige Jahre das Amt des Abteilungsleiter inne.

2005 kam Tetzlaff von der DJK Blau-Weiß Münster nach Rodgau, spielte dort beim damaligen B-Ligisten im zentralen Mittelfeld oder als hängende Spitze. „Ich war ein bisschen größer als die anderen, habe für unseren Spielertrainer und Torjäger Christian Frank mit dem Kopf die Bälle verlängert“, blickt er schmunzelnd zurück. Später leitete er als Abteilungsleiter die Geschickte der Turngemeinde, „wir hatten in der besten Zeit über 100 Mitglieder“, sagt Tetzlaff. Beinahe schon legendär ist seine Flyer-Aktion, als die TGW mit einer Reihe kerniger Sprüche Mitspieler für die zweite Mannschaft suchte. „Das war eine schöne Zeit“, meint er. Die allerdings endete, als sich immer weniger Mitstreiter fanden, um ihn in seiner Arbeit zu unterstützen.

„Es gab nach meiner Zeit bei der TGW noch diverse Anfragen, auch aus Rodgau, aber ich hatte keine Lust mehr“, erklärt Jörg Tetzlaff, „ich habe 40 Jahre lang Fußball gemacht, das langt.“ Heute besucht er noch das eine oder andere Spiel in Rodgau, „aber man kennt ja nur noch vier, fünf Leute, die dabei sind“, sagt er. Jörg Tetzlaff schaut sich die Heimspiele des Neu-Verbandsligisten SV Münster an und kümmert sich um seine beiden Enkelinnen im Alter von dreieinhalb Jahren und sieben Monaten. Auch das hält schließlich jung.